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Sichere Investition? Die Solaranlage auf dem eigenen Dach

5. August 2011 by Redaktion Kommentar verfassen

Die Solaranlage auf dem eigenen Dach

Viele Haus- bzw. Immobilienbesitzer stellen sich diese Frage: Lohnt sich eine Solaranlage? Die Antwort könnte denkbar einfach ausfallen: Ja, solange eben die Sonne scheint. Aber es bedarf freilich zusätzlicher Faktoren als allein blauer Himmel und Sonnenschein, um eine Investitionsentscheidung zu fällen, die in ihrem Umfang nicht gerade niedrig ausfällt.

Die Gesetzeslage macht es Besitzern einer Solaranlage in Deutschland jedoch in einer Sache noch recht leicht: Dank Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist die Abnahme des erzeugten Stroms gesichert. Man wird also in den seltensten Fällen auf seinen Kosten sitzenbleiben.

Kosten einer Solaranlage

Nach wie vor kann die Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Dach eine gute Rendite mit sich bringen, auch wenn die Einspeisevergütung 2010 gesenkt wurde. Denn der Staat garantiert eine Einspeisung in das örtliche Stromnetz über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg.

Was viele Hausbesitzer jedoch abschreckt, sind die hohen Investitionssummen. Generell sollte nichts überstürzt werden. Im Klartext heißt das: Angebote vergleichen, denn hier gibt es signifikante Unterschiede.

Ein gängiges Vergleichsmerkmal sind die Kosten je Kilowatt Peak, also Spitzenleistung, kurz kWp. In der Regel belaufen sich diese auf Beträge zwischen 2.500 rund 3.000 Euro. Beträge darüber oder darunter sind jedoch ebenfalls möglich. Je nach Anzahl der Module kommen hier in der Regel Investitionsbeträge von mehr als 20.000 Euro zusammen, die finanziert werden wollen.

Günstige Finanzierungsmöglichkeiten

Um eine Solaranlage zu finanzieren, bieten sich mehrere Wege an. Zum einen kann sie natürlich komplett aus der eigenen Tasche bezahlt werden, wodurch praktisch keinerlei Kapitalkosten entstehen. Die Anlage rechnet sich für deren Besitzer also wesentlich früher, da keine Kreditabzahlung geleistet werden muss.

In den meisten Fällen ist jedoch eine Finanzierung über Fremdkapital die wahrscheinlichere Variante. Hierfür bieten viele Banken mittlerweile eigene Kreditprogramme mit vergünstigten Konditionen an, um den Hausbesitzern bei ihrem Vorhaben unter die Arme zu greifen.

Das Angebotsspektrum reicht von Teil- bis Vollfinanzierungen über Darlehen und Kredite, wobei sich in der Praxis eine teilweise Finanzierung am besten bewährt hat. Ein Teil sollte also direkt bezahlt werden, damit sich die Anlage früher lohnt. Konkret bedeutet dies 20 bis 30 % Eigenanteil, je nach Größe bzw. Leistung der Anlage.

Hierbei spielen vor allem die Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine große Rolle. Gegenüber den Finanzierungsangeboten von Privatbanken kann die KfW mit äußerst günstigen Konditionen aufwarten. Dafür sind die KfW-Angebote meist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die es für eine erfolgreiche Förderung einzuhalten gilt.

Generell kann die KfW mit sehr günstigen Effektivzinssätzen werben, auch bei langfristigen Finanzierungen. Zinssätze von weniger als 3 % sind dabei keine Seltenheit. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Zinssätze individuell anhand der Bonität des Antragstellers errechnet werden. Dies sollte vor allem bei einem Vergleich mit anderen Anbietern berücksichtigt werden.

Dafür lassen sich über KfW-Programme bis zu 100 % der Investitionskosten finanzieren. Hinzu kommen weitere Vorteile wie Zinsbindungsfrist und tilgungsfreie Anlaufzeit. Während dieser Zeit läuft zwar die Verzinsung des Darlehens weiter, aber die es wird keine Tilgung vorgenommen, was dem Besitzer gerade in der Anlaufphase ausreichend Liquidität ermöglicht.

Diese Finanzierung kann unabhängig vom Anbieter in Anspruch genommen werden. Ein Aspekt, der vor allem gegenüber Angeboten von Stromunternehmen von Belang ist.

Energiekonzerne steigen nun ebenfalls in den Markt ein

Denn auch die größeren Stromversorger haben den Markt für sich entdeckt und bieten Solaranlagen für Privatbesitzer an. Der Vorteil liegt hierbei oftmals darin, dass dem Betreiber der Anlage ein Großteil der Arbeit abgenommen wird. Dafür ist er an die Tarife des jeweiligen Anbieters und die Installationskosten jener Unternehmen gebunden, die mit ihm kooperieren.

Generell stellt sich also eher die Frage, ab wann sich eine Anlage lohnt, weniger ob sie dies tut. Denn dank staatlich geregelter Einspeisevergütung können auch vollfinanzierte Photovoltaikanlagen einen Gewinn abwerfen, nur eben zu einem späteren Zeitpunkt.

Beim Vergleich sollte die jeweilige Eigenkapitalrendite verglichen werden, da hier alle entstehenden Kosten mit einkalkuliert sind. Als Sicherheit dient den Banken die Einspeisevergütung, welche über einen bestimmten Zeitraum ganz oder teilweise abgetreten wird.

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